Gerne leben in Oberelz

 "Die Chance für Oberelz"

Alte Häuser, immer weniger Menschen, kaum junge Leute: Die Probleme, mit denen viele Dörfer zu kämpfen haben, ähneln sich. Wie sie mit den Folgen der demografischen Entwicklung umgehen können, wird beispielhaft in drei Orten im Kreis untersucht: Oberelz (Verbandsgemeinde Kelberg), Betteldorf (VG Daun) und Gerolstein-Büscheich (VG Gerolstein). Oberelz/Betteldorf/Gerolstein-Büscheich. Die vier Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein, Kelberg und Ulmen nehmen seit dem vergangenen Jahr am Projekt "DIE Chance für das Dorf" teil. Ziel: Strategien zum Umgang mit den Problemen zu entwickeln, die alle kleineren Orte in der Region plagen.

Ideen gemeinsam erarbeiten

Modellhaft soll dies im Kreis Vulkaneifel in drei Orten geschehen: Oberelz, Betteldorf und Gerolstein-Büscheich. Die dort gemeinsam mit den Bürgern erarbeiteten Ideen sollen dann allen anderen Dörfern zugänglich gemacht werden.  

Oberelz ein typisches Straßendorf

123 Einwohner leben in Oberelz, der von den Wissenschaftlern als "typisches Straßendorf", beschrieben wird. Das heißt: Die Häuser liegen entlang einer Hauptstraße, nicht beispielsweise rund um eine Kirche. Dass wir immer weniger Einwohner werden, ist seit Jahren bekannt. Jetzt gilt es, endlich etwas zu tun, Reden allein hilft bei diesem Thema schon lange nicht mehr.

Am 19.11.2012 treffen sich die Oberelzer Bürger zur ersten Arbeitskreissitzung, Bericht folgt.

                           

 

 

Unser Dorf Hat Zukunft 2014 (Bilder von der Dorfpräsentation)

Unser Dorf hat Zukunft 2015
 (Bilder von der Dorfpräsentation)

 

Leere-Häuser-Tour als Dorffest - Herausforderung und DIE Chance für Oberelz

Modelldorf Oberelz: 27 Bürgerinnen und Bürger setzen sich mit ihrem Dorf auseinander und wollen Beispiel werden für andere Dörfer vergleichbarer Größe. Der kleine Ort im Elzbachtal soll attraktiver werden und vor allem auch junge Menschen, junge Familien und Gäste anziehen. Deshalb setzen sich derzeit mehr als 20 Prozent der Dorfbevölkerung intensiv mit ihrem Ort auseinander.

Oberelz. „Das Potenzial der Ortsgemeinde sind seine Bürgerinnen und Bürger und die Lage des Dorfes im w underschönen Elzbachtal“ sagt Dipl. Architektin und Dorfplanerin Rosemarie Bitzigeio. Gleichwohl weiß sie um die Probleme des kleinen Ortes: in Oberelz gibt es 61 Wohngebäude, davon stehen heute 6 Wohngebäude leer, w eitere 12 Wohngebäude werden als potenziell leer eingestuft, das heißt sie werden vielleicht in den nächsten 15 Jahren leer stehen. Dazu gibt es viele leerstehende ehemalige Scheunen und Ökonomiegebäude.

Oberelz ist seit dem Herbst 2012 Modelldorf im Leaderprojekt „DIE Chance für das Dorf“ (derTV berichtete). Als eines von 59 Dörfern vergleichbarer Größe will Oberelz Antwort geben auf die Frage „Quo vadis, Oberelz?“. Es hat schon Strategien ausgearbeitet, die auch die anderen Dörfer übernehmen, anwenden und ausprobieren können. Die erste Strategie: Leere-Häuser-Tour am Kirmessamstag, dem 8. Juni 2013, wird sich das Dorf in der Ortsmitte präsentieren.

Dabei gehen die Oberelzer offensiv mit ihren Problemen, sprich mit ihren Leerständen um: bei diesem Dorffest werden alle leerstehenden Gebäude in Fotos präsentiert: Oberelz früher und heute. Es wird ein eigens für diese Veranstaltung gedrehter Dorf-Film gezeigt und natürlich gibt es Visionen, wie sich Ortsbild und Dorfmitte verändern könnten. Denn die nächste Offensive ist schon in Arbeit: „Landschaft statt Leerstand“.

Was das aber heißt, zeigt Ihnen das Modelldorf am Kirmessamstag: 8. Juni 2013, die Veranstaltungen beginnen ab 14.00 Uhr.

Ganz herzlich eingeladen sind alle Bürger und Bürgerinnen aus dem Projektgebiet „DIE Chance für das Dorf“. Natürlich wird auch das DIE-Projekt selbst präsentiert und die Ergebnisse der anderen Modelldörfer Alflen, Gerolstein-Büscheich und Betteldorf vorgestellt.